Ungewöhnlicher Einsatz FF Marburg Mitte

Diesen recht ungewöhnlichen Einsatzbericht einer Mutter habe ich im Gästebuch der FFMR (www.ffmr.de) gefunden und möchte ich Euch nicht vorenthalten ...

"Nach mehrstündigen Suchen hab ich nun endlich erfolgreich die FFW finden können, die am Montag Abend ( 25.01.2010) meiner Tochter Aylin-Dilara den quälenden STAHLring vom Finger abziehen konnten.
Anhand eines Seitenprofilfotos wußte ich, das dieser junge Mann mit von der Partie war ( wie sagte die Krankenschwester so schön, er sehe dem Robbie Williams so ähnlich ) und somit bin ich fündig geworden, was mich natürlich sehr freut.
Aber nun erstmal kurz was zum Schreiberling: Bin eine Mama von 5 Kindern und lebe in Dautphetal.
Mein Mann war am Mo. Abend mit unserer 13-jährigen Tochter beim Chirugischen Notfalldienst in Biedenkopf, dort wurden wir aber nach 1-stündiger Bastelarbeit ohne Erfolg nach Marburg in die Handchirugie überwiesen, damit der Ring so schnell wie möglich vom Finger kommt, denn der schwoll als mehr an und wir hatten ein bisschen Angst, das da mehr passieren könnte.
In der Notfallannahme wurden wir sehr nett aufgenommen und mussten auch nicht lange auf eine Behandlung warten. Die Schwester versuchte nun so schnell wie möglich und nach ihrem Wissen nach den Ring vom Finger zu bekommen, aber leider waren die Materialien/Werkzeuge nicht anderster als in Biedenkopf und Ratlosigkeit machte sich im Raum breit. Hinzu kam noch eine nette Kinderchirogin, die zwar genaue Vorstellungen hatte von dem was evt. helfen könnte, aber auch diese Versuche blieben erfolglos. Ich sagte so aus Spass zu meinem Mann und meiner Tochter, naja wenn nix hilft, dann muss wohl die Feuerwehr herbei.......10 min. kam die Ärztin und sagte uns, das sie mit der Feuerwehr telefoniert hat und da jemand kommt. Schmunzeln machte sich im Raum breit, denn wir haben schon viel erlebt, aber sowas auch noch nicht. Und bei 5 Kindern ist es nicht schwer viele Sachen mitzumachen. Naja somit konnten wir aber sicher sein, das gleich erfahrene Leute kommen, die sich mit sowas auskennen.
Sie ließen auch nicht lange auf sich warten, obwohl es für Aylin wahrscheinlich die längste viertel Std. ihres Lebens war.
Nach einigen Worten und Absprachen handelten die beiden auch sofort, ohne das Aylin noch eine Schmerzspritze über sich ergehen lassen musste, denn bei ihr ist es genauso wie bei mir, wenn es nicht unbedingt sein, vermeiden wir die ewige Piekserei. Nur ich kann mir gut vorstellen, das die Schwellung und das ganze rumhandtieren ihr ordentlich Schmerzen bereitete.
Die Zangen angesetzt und knick - knack.....da war der Ring Gott sei Dank ab. Aufatmen im Raum und 2 Verletzte*lach. Aylin blutete oberhalb und unterhalb vom bösen Ringfinger und die Schwester hatte 2 kleine Schnittwunden am Finger und am Arm, weil sie unglücklicherweise neben den Männern stand und sie halt ein bisschen mit Wucht den Ring brechen mussten, Stahlringe sind nur in der richtigen Größe zu empfehlen, denn das abmachen ist nicht so einfach. Ein kleiner Verband bei beiden Verletzten und somit konnte die Ringaktion beendet werden.
Aylin selbst realisierte das ganze Drumherum erst als wir auf der Heimfahrt waren, und ärgerte sich ein bisschen, das wir keine Bilder gemacht haben, denn sowas erlebt man ja auch nicht alle Tage und ausserdem war sie überglücklich, das letztenendes die Feuerwehrmänner ihr geholfen haben und sie ihren Finger ganz behalten konnte.
In der Schule hat es ihr keiner geglaubt und da wären so Bilder doch ein netter Beweis gewesen, das sie die Wahrheit spricht.

Im Namen meiner Tochter und natürlich auch von uns, ein herzliches Dankeschön für den eigentlich nicht so tragischen Einsatz, aber wenn man als Eltern dasteht und kann nicht helfen und man sieht wie sehr das eigene Kind leidet, dann ist es selbstverständlich nochmals DANKE zu sagen.
Und ausserdem waren die zwei so schnell wieder weg, da konnte man nicht viel sagen......Wir waren dann einfach nur noch Happy.

Vllt. sind die zwei bei Wer-kennt-wen.de, dann würd ich mich freuen, wenn sie zu den uns kennenden Kontakten gehören würden.

Mit ganz lieben Grüßen

..."